Café de Colombia - das Herstellungsverfahren

Auszug aus dem Amtsblatt der EU vom 28.12.2006 gem. Antrag zum Schutz von geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen durch die Federacion Nacional de Cafeteros de Colombia.

Herstellungsverfahren: Die Herstellung des Café de Colombia umfasst die drei Phasen Ernte, Aufbereitung und Schälen:
Ernte: Die Kaffeekirschen werden 210 bis 224 Tage nach der Blüte, wenn der Kaffeestrauch halbreife, reife und überreife Früchte trägt, geerntet. Die Ernte erfolgt selektiv (einzeln) und von Hand.
Aufbereitung: Die Reinigung des Rohkaffees (Aufbereitung) erfolgt mittels Wasser (nasse Aufbereitung)in den Arbeitsgängen (1) Entpulpen, (2) Reinigung des entpulpten Kaffees, (3) Entfernung des anhaftenden Fruchtschleims (Fermentation), (4) Waschen und (5) Trocknen.
Schälen: Beim Schälen werden in Schälmaschinen Pergamenthülle und Silberhäutchen von den Kaffeebohnen entfernt, die dann maschinell nach Größe, Farbe und Dichte sortiert werden.
Rösten: Die Kaffeebohnen werden nicht unbedingt innerhalb des geografischen Gebiets geröstet.
Beim Rösten wird der aus der Zona Cafetera Colombiana stammende Rohkaffee, der die geforderten Eigenschaften aufweist, erhitzt und damit das verbrauchsfertige Produkt hergestellt. Bei diesem Vorgang entfaltet der Café de Colombia die für den Rohkaffe aus der Zona Cafetera Colombiana typischen organoleptischen Eigenschaften (mild, rein im Geschmack, Säure und Körper mittel bis stark, ausgeprägtes, rundes Aroma).

Der Zusammenhang mit dem geografischen Gebiet ist durch folgende Faktoren gegeben:
Geografische Faktoren: Die besondere geografische Lage der Zona Cafetera Colombiana ergibt sich aus dem Zusammenwirken von besonderen Klima-, Boden- und Geländeprofileigenschaften, die dem „Café de Colombia“ seine speziellen physischen und organoleptischen Merkmale verleihen.
Agroklimatische Faktoren: Die Zona Cafetera Colombiana liegt in der innertropischen Konvergenzzone (ITC); dies bedeutet, dass hier zwei Durchgänge oder Saisons pro Jahr stattfinden, was im Zusammenwirken mit der Orografie zu starken Regenfällen mit hohen Niederschlagsmengen führt. Die Niederschläge in der Zona Cafetera Colombiana werden außerdem durch lokale Zirkulationsbewegungen zwischen Tälern und Gebirgszügen beeinflusst. Der zweimalige Durchgang der ITC durch die Zona Cafetera Colombiana sorgt zusammen mit der vielfältigen Topografie für eine ausreichende Menge und Verteilung der Niederschläge während des gesamten Jahres, so dass genügend Wasser für den gesamten Anbauzyklus zur Verfügung steht und Ernten während des ganzen Jahres möglich sind. Aus diesen agroklimatisch bedingten Gründen ist die Zona Cafetera Colombiana dadurch gekennzeichnet, dass sie „das ganze Jahr über frischen Kaffee“ liefert.
Topografische Faktoren: Die Zona Cafetera Colombiana erstreckt sich an den Steilhängen der kolumbianischen Anden in der Sierra Nevada de Santa Marta und der Serranía de la Macarena. Dies bedingt eine spezifische mineralogische Zusammensetzung der unterschiedlichen Grundstoffe und der physikalischen und chemischen Eigenschaften der Böden infolge von Klimaeinwirkungen (hauptsächlich Niederschläge und Temperatureinflüsse) und der Topografie durch verschiedene Verwitterrungsprozesse. Dadurch entstehen wenig saure Böden mit hohem Nährstoffgehalt und hohem Wasserspeicherungsvermögen.
Mit der Ernte zusammenhängende Faktoren: Da über das Jahr hinweg mehrere Ernten möglich sind, trägt ein Kaffeestrauch Früchte unterschiedlichen Reifegrades. Dies ist der Grund für eine der wesentlichen Besonderheiten des „Café de Colombia“, nämlich die selektive Ernte der Kaffeekirschen, die hauptsächlich einzeln von Hand von den Sträuchern gelesen werden.
Weitere Faktoren: Historische und traditionelle, kulturelle und soziale Faktoren sowie das Ansehen, das der Café de Colombia genießt.
Aufgrund dieser Gegebenheiten ist der Café de Colombia als Qualitätskaffee bekannt,der als Rohkaffee bestimmte Eigenschaften wie frischen Duft und eine mittlere Feuchte von 10 bis 12 % aufweist sowie einige Eigenschaften, die für den Export derzeit in der Entschließung Nr. 5/2002 des Comité Nacional de Cafeteros über die Darreichungsform von Röstkaffee festgelegt sind.
Kontrollstelle: ALMACAFÈ Anschrift: Calle 73 no 8-13 Piso 2B. Bogotá, Colombia
ALMACAFÉ erfüllt die Voraussetzungen und technischen Anforderungen der Norm ISO 65. Etikettierung: Die Etikettierung weist folgende Elemente auf:  Bezeichnung: g.g.A. CAFÉ DE COLOMBIA
Eintragung als Ursprungsbezeichnung in Kolumbien: Resolución de la Superintendencia de Industria y Comercio no 4819 de 2005 vom 4. März 2005.

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